Faserlaser-Markiermaschinen der FXL-Serie für die Linienintegration
Die Venox FXL-Serie ist ein industrielles Faserlasersystem, das für Markieranwendungen in vollautomatischen Produktionslinien entwickelt wurde, bei denen hohe Geschwindigkeit, Synchronisation und Datenintegration erforderlich sind. Dieser Inhalt wurde aus der Perspektive technischer Eigenschaften, operativer Integration, PLC/TCP-IP-Datenfluss, Taktzeit und Qualitätsverifizierung erstellt. Ziel ist es nicht nur, eine „Lasermaschine“ vorzustellen, sondern klar und messbar zu erläutern, wie eine Linien-Traceability-Infrastruktur aufgebaut wird.
Linienintegration und technische Architektur
1) Für welches Produktionsszenario wurde die FXL-Serie entwickelt?
Die FXL-Serie wurde für Szenarien in Fördersystemen, Roboterzellen oder Transferlinien entwickelt, in denen markiert werden muss, ohne den Produktfluss zu stoppen. In den Branchen Automobil, Haushaltsgeräte, Medizintechnik und Metallbearbeitung besteht der typische Bedarf darin, jedes Teil mit eindeutigen Daten zu versehen und diese Daten im ERP/MES-System zu speichern. FXL minimiert Eingriffe durch Bediener, indem die Kette aus Trigger–Markierung–Verifizierung automatisiert wird.
2) Für wen ist sie ideal?
- Automotive OEMs und Tier-1-Zulieferer
- Hersteller von Metallteilen mit hohen Stückzahlen
- Fabriken, die robotergestützte Produktionszellen einsetzen
- Produktionsstätten mit MES/ERP-Integration
- Serienproduktionslinien im 24/7-Betrieb
3) Für welche Anwendungen wird sie eingesetzt?
Die FXL-Serie eignet sich für Seriennummern, VIN-Codes, DataMatrix, QR-Codes, Lot-Informationen, Zeitstempel und technische Kennzeichnungen. Sie bietet insbesondere in Anwendungen Leistung, die eine Triggerung im Millisekundenbereich auf schnell laufenden Teilen erfordern. Dauerhafte Markierungen sind auf Metallgehäusen, Fahrgestellen, Motorblöcken, Aluminiumteilen und gehärteten Stahloberflächen möglich.
4) Technische Infrastruktur und Laserarchitektur
Das System arbeitet auf Basis der Faserlasertechnologie (1064 nm) und kann mit Leistungsoptionen von 30W / 50W / 80W angeboten werden. Die höhere Leistungsoption bietet Vorteile bei Anwendungen, die höhere Geschwindigkeit und tiefere Markierungen erfordern. Das Galvo-Scansystem passt sich durch schnelle Positionierung an die Liniengeschwindigkeit an. Die Linsenauswahl bestimmt den Arbeitsabstand und das Feld.
5) Technische Merkmale (industrieorientiert)
- Lasertyp: Faser
- Leistungsbereich: 30W – 80W
- Integration: SPS, TCP/IP, digitale I/O
- Datenübertragung: Automatische Seriennummer und variable Daten
- Unterstützte Codes: DataMatrix, QR, Barcode, alphanumerisch
- Liniensynchronisation: Option für encoderunterstütztes Markieren
6) Wie funktioniert der Datenfluss in der Linie?
Die Markierung wird über ein Triggersignal von der Produktionslinie gestartet. Seriennummer, Produktcode oder Chargeninformationen aus dem ERP/MES werden per TCP/IP an die Lasersoftware übertragen. Nach Abschluss der Markierung wird ein „Prozess fertig“-Signal an die SPS gesendet. Optional kann eine Codeverifizierung über ein Kamerasystem erfolgen und das Qualitätsniveau wird protokolliert. Diese Struktur unterstützt Traceability-Anforderungen.
7) Entscheidungsblock: Warum die FXL-Serie?
Die FXL-Serie bietet hohe Geschwindigkeit und stabile Leistung zugleich. Dank des Vorteils lokaler Fertigung ermöglicht sie schnellen Service und Zugriff auf Ersatzteile. Vor dem Projekt können ein Mustertest und eine Taktzeitanalyse durchgeführt werden. So lässt sich vorab messen, wie das System unter realen Produktionsbedingungen arbeitet.
8) Empfohlene Konfigurationen
- Linien mit mittlerer Geschwindigkeit: 30W + F160-Linse
- Hochgeschwindigkeits-Serienproduktion: 50W + Encoder-Trigger
- Anforderung an tiefes Markieren: 80W + optimierter Scan-Parameter
9) Taktzeit- und Performance-Ansatz
Die Taktzeit hängt von der Markierfläche, der Inhaltsdichte und dem Leistungsniveau ab. Im Mustertest wird typischerweise eine Messung in Sekunden durchgeführt. Ziel ist es, zu markieren, ohne die Liniengeschwindigkeit zu reduzieren.
10) Beispiel aus der Praxis
In einem DataMatrix-Markierungsszenario auf einem Automobil-Metallteil kann mit einer 50W-Konfiguration eine Taktzeit von unter 1 Sekunde erreicht werden. Die Qualitätsklasse wird per Kameraverifizierung gemessen und im ERP-System gespeichert.
Technische FAQ und Kaufkriterien
1) Schafft der Laser das bei hoher Liniengeschwindigkeit?
Wenn Leistung und Scan-Parameter richtig gewählt werden, ist eine Anpassung an hohe Geschwindigkeiten möglich.
2) Ist eine Encoder-Integration möglich?
Ja, für synchrones Markieren auf bewegten Produkten kann ein Encoder verwendet werden.
3) Ist eine Kameraverifizierung verpflichtend?
Sie ist nicht verpflichtend, wird jedoch für die Qualitäts-Traceability empfohlen.
4) Wie kommuniziert es mit der SPS?
Die Kommunikation kann über digitale Ein-/Ausgänge und TCP/IP-Protokolle erfolgen.
5) Ist 80W immer notwendig?
Nein, die Leistungswahl sollte je nach Anwendung erfolgen.
6) Ist eine tiefe Gravur möglich?
Mit hoher Leistung und Mehrfachdurchläufen kann eine tiefe Gravur durchgeführt werden.
7) Ist es für den 24/7-Betrieb geeignet?
Dank industriellem Design ist es für den Dauerbetrieb geeignet.
8) Wie wird das Sicherheitssystem konzipiert?
Sicherheit kann durch Kabine, Interlock und Sensorsysteme gewährleistet werden.
9) Wird die MES-Integration unterstützt?
Ja, Datenaustausch und Aufzeichnungsintegration sind möglich.
10) Wie lange dauert der Mustertest?
In der Regel können Tests und Reporting innerhalb von 24–48 Stunden durchgeführt werden.
